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Musik als Zeitzeugin
Die Absatzzahlen der Musikindustrie sind seit Jahren rückläufig (Vgl. Lubik, 2008) und vieles weist durch die Digitalisierung auf eine neue, andere Zeit hin. Musik wird durch die zunehmende Mobilität, zunehmend verborgene unscheinbare Kopfhörer und das wachsende Bedürfnis nach Harmonie in einer oft verstörend wirkenden Welt allgegenwärtig.
Welchen Wandel die Musikindustrie vollzogen hat, ist mutmaßlich erstmalig deutlich geworden als die Zeit der Streaming-Plattformen begonnen haben. Plötzlich konnte keine Hardware in Form von Kassetten, Vinyl, CD oder gar MP3 verkauft werden und die Revolution über das Internet, die Streamingplattformen waren mit erscheinen kaum mehr zu kontrollieren. Der Rückgang der Zahlen ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Denn schon viele Jahrzehnte zuvor lief einiges in die falsche Richtung (Vgl. Lubik, 2008). Bzw. es gab immer wieder starke substanzielle Krisen. Mit jeder Innovation ist Musik eine neue Plattform geworden, die alte starb.
Am Anfang der Geschichte steht eine eher moderne Form der Musik, nämlich diejenige als die Künstlerschaft auf Tonträger kommend und sich verbreiten können sollte. Kulturell dem Gospel entwachsen und durch Show und Varieté die Gesellschaft sozialisierend erwartete die Welt die ersten Tonträger.
Von 1850 bis in die 1980er Jahre gab es nur Konzertbesuche, Shows und Varietés (Vgl. Geschichte des Varietés)
1877 meldet Thomas Alva Edison ein Patent auf seinen Phonographen an. Eine Saat die später, gemeinsam mit weiteren Entwicklungen die Geburtsstunde der Musikindustrie werden sollte.
Der Phonograph war in der Lage Stimmen hörbar auf Tonband wiederzugeben (Vgl. der Beginn der Tonaufzeichnung).
1889 kommt mit Columbia Records das erste Große Musiklabel auf den Markt. Später wird sich der gesamte Musikmarkt auf die Big three aufteilen. Alle anderen gehen ein. Aus Columbia Records wird später Sony Music Entertainment (Vgl. Musik Austria Musikdatenbank).
1887 bringt der deutsch-amerikanische Erfinder Emil Berliner die Schellackplatte auf den Markt. Er gründet die American Gramophone Co. Und löst damit die Walzentechnologie von Edison ab (Vgl. Emil Berliner und das Grammophon).
Die erste Jukebox „Nickel-in-the-slot-Player“ wird im Palais Royale Saloon von San Francisco im Jahr 1889 spielen (Vgl. nowweknowem).
1898 gründet Emil Berliner eine deutsche Gesellschaft, um den europäischen Markt zu bedienen. Die erste Massenproduktion von Schellackplatten entsteht (Vgl. Ein Hannoveraner revolutioniert die Musikwelt).
Francis Barraud hält als Maler ein Bild fest, bei dem sein Hund aufmerksam den Klängen seines Grammophones lauscht. Emil Berliner kauft dieses Bild inklusive aller Rechte und beginnt offensichtlich die erste Bildmanipulation in der Geschichte. Er ersetzt den Edison Phonographen auf dem Bild durch sein Berliner Grammophon und vermarktet sich und sein Unternehmen auf diese Weise (Vgl. Emailschild „His Master´s Voice“) .
Um 1900 bietet das amerikanische Versandhaus verschiedene Instrumente zu günstigen Preisen an. Der Umsatz am verkauf von Instrumenten und Notenblättern steigert die Einnahmen der Musikverlage erheblich, während die Künstler auf der Strecke bleiben (Vgl. Mood media).
1902 nimmt der italienische Tenor Enrico Caruso die erste Schallplatte auf.
In Deutschland entsteht ein Gesetz, das die Genehmigung der Autorenschaft erforderlich macht. Die Geburtsstunde des Copyrights und der Schutz des Urheberrechts. Was hier als AFMA bezeichnet wurde, wurde später, 1915 in Deutschland die GEMA (Vgl. The Lifecycle of Copyright).
1917 werden die ersten Jazz-Platten veröffentlicht, es wird viel getanzt. Musik wird populär und es wird viel Geld umgesetzt. 1914 entsteht in den USA ein Verband wie in Deutschland die GEMA der die Rechte der Autorenschaft schützen sollte. Mit Victor Herbert und John Philipp Sousa entsteht die American Society of Composers, Authors and Publishers – ASCAP (Vgl. history Ascap).
Dunkelhäutige Menschen wurde jahrzehntelang mit kaum erwähnenswerten Beträgen abgespeist (Vgl. Paid in Full, 2024).
Die beiden großen führenden Radiosender CBS und RCA nehmen ihren Betrieb auf und stürzen die Plattenlabels in eine tiefe Krise, der Tonträger Abverkauf ging in die Knie.
Auch 1924 ist beachtlicher Weise ein neues Aufnahmenverfahren entstanden, hier wiederholt sich erneut Geschichte, wie in den 1990er Jahren mit MP3. Mittels einer Reproduktion von Tönen zwischen 100 und 5.000 Hz entwickeln die Bell Laboratories ein neues und elektronisches Aufnahmenverfahren. Der Markt erlebt jetzt eine, aus heutiger Sicht sage ich, horizontale Vererbung, die mechanische Vervielfältigung von einem Mastertonträger aus. Ein echter Meilenstein. Auch die Musik ist jetzt massentauglich.
Bessie Smith – St.Louis Blues (1929)
Um die Weltwirtschaftskrise 1929 bricht der Plattenmarkt um etwas mehr als 90% ein. Von etwa 100 Millionen Platten im Jahr 1927 auf rund 6 Millionen im Jahr 1932 (Vgl. angelshorn). 1931 entsteht durch Fusion in England das EMI-Plattenlabel – Electric and Musical Industries Ltd. Die EMI Abbey Road Studios in London öffnen die Türen (Vgl. jpc).
Mit 1933 entstehen große Umwälzungen in der Musikindustrie. Bestimmte Musik wird verboten, das Rechtssystem wird verändert, es gibt neue Zusammenschlüsse und es kommen neue Tonträger auf den Markt. Warenhäuser testen neue Vertriebswege. Mit der Juke-Box und den Singles finden sich neue Abschlagsarten. Jetzt sind die neuen Big Four der Musikindustrie Columbia, Decca, Capitol und Victor Talking Machine. 1948 bringt der Physiker Peter Carl Goldmark Polyvinylchlorid auf den Markt. Von nun an prägen Rillen und längere Laufzeiten von Schallplatten den Musikspaß (Vgl. Peter Carl Goldmark).
Bis 1948 gab es nur Schellackplatten, von da an auch Vinyl.
Ab 1951 war das Radio schwerpunktmäßig am Zug. Der Radio-DJ Alan Feed prägt mit seiner Radioshow „Moondog Rock and Roll House Party“ den Begriff „Rock’n ‚Roll“. Es wird vorwiegend Musik, Rhythm and Blues der dunkelhäutigen Communitys gespielt. Das Radio verdient gutes Geld. Alan Feed soll mit seinem Programm maßgeblich dazu beigetragen haben, das die Musik der Black Community, die Musik des Rhythm and Blues beim weißen Publikum populär werden sollte und damit später ein Nährboden der für den Erfolg von Elvis Presley maßgeblich beigetragen habe. Seit 1945 veröffentlicht das Billboard Magazin regelmäßig die Race records Charts (Vgl. Rockabilly-rules).
Alan Feed, Jimmy Cavallo Rock Rock Rock 1956 Stereo
1963 wird auf der Funkausstellung in Berlin die Kassette vorgestellt. Genauer, Philips stellt das erste Kassettenabspielgerät aus Kunststoff aus, aber noch nehmen die wenigsten davon Notiz (Vgl. SWR). Deutschland macht weltweit den drittgrößten Umsatz an verkauften Schallplatten. Musik findet weiter Verbreitung in Werbung, wird zum Soundtrack bei Filmen genutzt.
Es entstehen neue Genres und Stilrichtungen.
1970 entstehen zahlreich Fusionen von Plattenlabels aufgrund der Marktveränderungen. Auch die Warner Music Group entsteht. Dank der Kassette bringt Sony auch den ersten mobilen Player auf den Markt. Der Walkman macht Musik und Menschen mobiler. Auch mit der Entstehung und Verbreitung von Kassetten entsteht eine neue Zäsur in der Rechtevergabe und Rechtepiraterie.
Und vermutlich kann man an nur wenigen Märkten wie in der Musikindustrie so deutlich beobachten, wie Diffusion Märkte entstehen lässt die sich gegenseitig bekriegen und versuchen sich Umsatz als auch Marktanteile gegenseitig abzutragen.
Durch frühzeitliche einheitliche Regelungen wäre die Musikindustrie zu einem unvergleichbaren Machtimperium herangewachsen. Durch die zum Teil erheblichen Umsatzentwicklungen war man sicherlich, den Mustern in den Märkten zu beobachten, verwöhnt und hat nie rechtzeitig erkannt das Gegenmaßnahmen zu entwerfen sind. Ein stark ausdifferenzierter Markt, bei dem mittels aller Marktteilnehmern neue eigene Märkte entstanden. Mit jeder weiteren Wertschöpfung wollte offensichtlich jeder seine Gewinne einstreichen.
1981 geht der Musiksender MTV an den Start. Von nun an wird sich der Markt so sehr verändern wie nie zuvor. Schon alleine der zu bedienen Masse wegen. Und 1981 erfolgte nach und nach der Wechsel auf die CD. Michael Jackson prägt mit dem Musikvideo zu Thriller eine neue Ära der Musikdarstellung. Seit 1979 gibt es die VHS-Videokassetten (Vgl. Die 80er 2013, Teil 1 Bahnbrechende Erfindungen).
Mit 1988 kann man erstmalig CDs selbst brennen. Erneut sind die Kopierrechte in Gefahr.
Jetzt im Jahr 1989 sind die Big Six Major-Plattenlabel EMI, Sony, BMG, Polygram, WEA und MCA. Letzteres später Universal.
Mit Beginn der 1990er Jahre wird das Internet nach und nach zugänglich. Erst fürs Militär, dann für die Bildung.
Das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen entwickelt das Datenformat MP3. Mit 1998 werden erste MP3 Player verkauft.
Das Unternehmen Seagram aus Kanada übernimmt das MCA-Label und macht daraus die Universal Music Group.
1997 kommt Google auf den Markt, die Preise für Tonträger fallen und werden für die Masse erschwinglicher. 1998 die nächste Fusion. Polygram verschwindet und es gibt nur noch Big Five (Vgl. Lubik, 2008).
Mit 1999 kommt das Peer-to-Peer-Netzwerk Napster auf den Markt. Von da an wird der Musikmarkt nicht mehr kontrollierbar. Nutzer spielen sich gegenseitig Musik zu. Es ist kein Umsatz mehr zu machen und Napster wird bekriegt, muss später seinen Dienst per Gerichtsbeschluss einstellen. Das heutige Napster hat mit dem ursprünglichen keine Gemeinsamkeiten mehr. Die Bertelsmann Group BMG baut mit Napster ein kostenpflichtiges Abo-System auf. Streamingdienste entstehen.
Nachdem Steve Jobs 1984 den ersten Macintosh auf den Markt gebracht hatte, war es nun Zeit für den iPod. 2001 bringt Apple den iPod auf den Markt und startet 2003 den Online-Vertrieb iTunes Music Store. Zwei weitere Labels werden zu einem. Es gibt jetzt vier Big Four Majorlabels.
Daniel Ek und Martin Lorentzon gründen 2008 Spotify mit der Motivation, die Markenpiraterie in legale Spuren zu bringen und schließen mit den großen Labels Lizentverträge ab.
Dann ist erneut Steve Jobs am Werk und bringt 2007 mit iPhone ein Smartphone auf den Markt, das Internet, Musik und Telefonie in einem kleinen Gerät verbindet (Vgl. Cnet, Steve Jobs knew iPhone Would be Iconic).
Auch EMI wird zerschlagen, übrig bleiben drei Majorlabels.
Die Musikindustrie
Als Akteure der Musikindustrie bezeichnet man die Unternehmen die Musik auf Tonträger bringen. Dabei steht die technische Produktion weniger im Vordergrund, als der Umstand Informationen durch die Künstlerschaft so zu produzieren das daraus die Songs entstehen die massenhafte Verbreitung finden. Das hat nicht nur viel vom Prinzip der Machtverbreitung. Wenn man sich den Musikmarkt anschaut, dann geht es tatsächlich um Markt und Macht. Dem steht gegenüber der Musik ein Harmoniebedürfnis befriedigt, also grundsätzlich weniger böse Absichten hätte. Darüber hinaus hört man Musik eher zu Entspannungszwecken.
Die großen Labels, von denen jetzt drei übrig sind, werden als Majorlabels bezeichnet. Das sind aktuell Sony BMG, Universal und Warner Music. Sie bedienen 80% des gesamten Musikmarktes (Vgl. Vgl. Lubik, 2008). Ähnlich wie im Lebensmittelhandel stehen hinter den Big Three-Labels viele teilweise auch kleinere Labels. Manche sind und bleiben sogar nur produktiv für einen Künstler, zu dessen Zweck sie gegründet wurden. Der Rest des Marktes wird Independent – Indie-Labels genannt.
Die Wertschöpfung
Am Anfang steht die Schaffung eines Werkes. KünstlerInnen, MusikerInnen, KomponistInnen, TextdichterInnen oder VerlegerInnen, wer auch immer gestalten ein Werk in Text und Harmonieform. In Deutschland wird das Werk dann offiziell durch die GEMA oder GVL abgesichert. Es wird ein Mastertape produziert. Das Werk wird vervielfältigt und auf den Markt gebracht. Parallel zum Erwerb von Tonträgern erfolgt über diverse Massenmedien wie Radio und TV eine Verbreitung. All das wird oder wurde durch das Label organisiert. Das Label finanziert den gesamten Ablauf, die Wertschöpfung (Vgl. Vgl. Lubik, 2008).
Hier liegt nun auch das Potenzial für das Entfallen der ganzen Wertschöpfungsstufen, weil die Umsetzung eigener Tonstudios durch den technologischen Wandel weit auf Nutzer und Anwenderebenen heruntergebrochen wird. (Vgl. Canadatechnologie, 2024).
Von den gesamten Einnahmen verkaufter Werke verdienen die Künstler 7%. Die Labels 25%, Vertrieb 22%, der Handel 20%, die Gema 6% und die Herstellerkosten belaufen sich auf 4% (Vgl. Lubik, 2008).
Mit den 2000er Jahren sind aber auch neue TV-Formate entstanden. Da es hier um das Herausarbeiten von Talenten innerhalb eines Wettbewerbs geht, kann man deutlich herausstellen, das gegenüber der Hochzeit der Plattenindustrie und dem Schlagerboom in den 1950er und 1960er Jahren eine Verschiebung stattgefunden hat. Während man in der Zeit des Schlagerbooms von der fertigen Musik profitierte, wird heute die Anbahnung bis zum Künstler in den Vordergrund gerückt. Die Produktion der Kunst als solcher hat sich in den Vordergrund verschoben. Während die Öffnung der Wertschöpfungskette nach vorn zum Zeitpunkt der Entstehung der Kunst verschoben wurde. Die Labels verdienen jetzt an der Produktion vor, während und auch nach der Vermarktung wie man häufig an der Werbung sieht. Die angehenden Künstler bekommen zeitweise schon früh einen Werbevertrag. Und das, weil ihre Geschichte so eindrucksvoll wirkt, sie ein große stimmliches Talent sind, durch Unterstützung der Coaches, der offiziellen Entdecker und Entdeckerinnen.
Der Musikmarkt ist um die Zeit zwischen 2006 und 2010 erheblich eingebrochen (Vgl. Lubik, 2008). Es scheint so als würde man sich die Märkte durch den schnellen technologischen Wandel zwar immer noch suchen müssen. Aber, wie ich schon an anderen Stelle herausgearbeitet habe, wie sich ein Markt entwickelt hängt immer auch von seinem Grundmotiv ab. Und da gibt es im Musikbusiness ein erhebliches Defizit, wie es scheint, oder besser als die Kanadische dreiteilige Dokumentation Paid in Full zeigt.
Es waren tatsächlich dunkelhäutige Frauen die schlecht oder gar nicht bezahlt wurden. Auch Männer, aber für damalige Verhältnisse ist es auffällig wie viel Künstlerinnen es gab die ihre Musik an das Publikum brachten. Auffällig ist aber auch, die Musik aus der Black Community ist aus der kolonialisierten Unterdrückung entstanden.
So ist die Musikart und Richtung offensichtlich aus dem Milieu der Unterdrückung entstanden und brachte auf diese Weise auch den Gospel mit in die Kirche. Der Ursprung bezieht sich auf die
Versklavten Afroamerikaner die mit ihren Gesängen, wenn man so will den Glauben, die Hoffnung und Liebe zelebrieren wollte, als auch auf Erlösung hofften. Dieser Wechsel zwischen Einzelgesang und Antwort durch den Chor spiegelt afrikanische Musiktradition weider die zu Arbeitsliedern wurden (Vgl. Egitarrenkurs).
Mit Gospel wird in Gemeinschaft angebetet und wird daher vorwiegend in Kirchen gesungen.
Elvis baut die Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft
Elvis Presley im August 1935 als Elvis Aaron Presley in Tupelo Mississippi geboren. Sein Zwillingsbruder überlebt nicht und so entsteht eine enge Bindung zwischen Elvis und seinen Eltern. Die Familie kommt aus einfachen Verhältnissen, aber Elvis wächst dennoch behütet auf. Er singt im Kirchenchor, insbesondere Gospelmusik. Im Alter von 13 Jahren zieht Elvis mit den Eltern nach Memphis, schließt die Schule ab und widmet sich ganz der Musik. Seine Karriere beginnt mit 18 Jahren, seine Erste Platte wird mit 19 Jahren veröffentlicht. Schon ein Star führt ihn die Pflicht des Militärdienstes nach Deutschland wo er seinen Wehrdienst ableistet (Vgl. Junior Magazin Arte). . Den Gerüchten zur Folge war Priscilla, die den Star seit langer Zeit umschwärmt schon sehr nahe gekommen (Vgl. Elvis und Priscilla, Arte 2014).
Diese Vorgeschichte, so werden es ihm später viele nachfolgende Künstler nachsagen, hat jedes weitere Musikgenre und jeden weitere Künstlerschaft inspiriert. Als hätte Elvis eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft gebaut. Wo früher viel Gospel und Anbetung stand, da war einer der den Gospel und die Black Community aufgriff und als weiser Darsteller zu Weltruhm brachte, bekannt machte (Vgl. The Day the Rock Star Died).
Mit seinen Auftritten, seinem Gesang und den Liedern macht Elvis das, was man mit Tonträger machen würde. Elvis macht Musik zum Massenphänomen. Dafür zollten ihm selbst die Beatles und KünstlerInnen bis in die 1980er Jahre große Anerkennung. Elvis traf genau in die TV-Zeit der 1950er Jahre, die ihm damit bei der Verbreitung in die Hände spielte, mit immerhin 60 Millionen erreichten Haushalten. Seine Nervosität überspielte er mit ständig wackelnden Beinen, was Frauen zu dieser Zeit als Sexy empfanden, berichten die Journalisten dieser Zeit. Jack Barry und Little Richard waren zeitgleich erfolgreich. Aber Elvis war ein weißer Mann der diese Art der Musik aus der schwarzen Community so hip machte. Das war einzigartig, da kamen mehrere Phänomene zusammen. Ein weiser spielt schwarze Musik, hieß es nur noch. Das der Radio-DJ Alan Feed ihm dazu in die Hände spielte oder dieser durch und von Elvis inspiriert war, das wird man wohl nur durch genauere Recherche herausfinden können. Elvis lernte schnell auch sein Sexappeal einzusetzen und die Frauen umjubelten ihn, obwohl Sex absolutes Tabu für das prüde Amerika war. Er setzte etwas frei was schon längst bereit war. Das wiederum könnte für die Punkrevolution in den 1970er Jahren Inspiration gewesen sein.
Ohne ihn, so sagt es Michael Bonner Musikjournalist, hätte es vielleicht keine Rolling Stones und keine Beatles in dem Sinne gegeben. Er steht am Anfang. John Lennon sagte, vor Elvis hat mich nichts wirklich berührt. Elvis war die Stimme der jungen Generation, die lernte, dass sie ihre Stimme erheben können. Für viele war er das durchbrechende Vorbild (Vgl. The Day as Rockstar Died). Die Jugend der damaligen Zeit sind die Erwachsenen der 1970er und 80er Jahre.
Die britische Punkgirl-Revolution
Es ist 1977 als Elvis im August stirbt. So viele Frauen haben ihn umjubelt. Es ist eine Zeit Mitte der 1970er als das Gesetz fällt, das Frauen ihre Männer nicht mehr fragen müssen, ob sie arbeiten dürfen oder nicht. Ein gesetzt zu mehr Selbstbestimmung. Es ist der Anfang der Punkt Girls. Mit voller revolutionärer Energie schreien und kreischen die Jungen Mädels und machen sich über männliche Seilschaften, ungleiche Kräfteverhältnisse und ein Patriarchat voller Unterdrückung her.
Ob dieser Einfluss durch die Freisetzung der weiblichen Moral durch Elvis geschah wird man kaum nachweisen können. Aber er hat die Brücke zu einem umfangreichen Genre und einer neuen Zeit gebaut, aus der Unterdrückung der Black Community hin zum aufständischen und rebellischen Punkt, das seine Hochzeit in den 1980er Jahren feiern sollte.
Poly Styrene reist mit X-Ray Spex 1977 nach London. Und so sagt sie, „Die Kraft der Musik war so einzigartig, so unmittelbar“ (Vgl. Stern 2024). Später, 2024 wird sie sagen, wir können das noch, wir versuchen es noch einmal. Und greifen den Punk 40, 50 Jahre später noch einmal neu auf.
Viv Albertine sagte: „Punk hat uns nicht geprägt, es war vielmehr umgekehrt. Wir haben den Punk geprägt, wir haben ihn ja überhaupt erst erfunden.“
Es waren die Verbote die Frauen auf die Barrikaden brachten. Sei es ein Kredit, Kauf oder Erwerb von Immobilien, geschweige den der eigenwillige Wunsch einer Arbeit nachzugehen. Überall musste der Mann gefragt werden oder man durfte vieles einfach nicht. Es war eine Zeit, die genauso auch begünstigt hat worin Frau sich bis heute, aufgrund des Geschlechts durchaus leichter tut als der Mann. Sie nahmen sich, sie mussten sich einfach Männer nehmen und haben damit auch eine Kultur geprägt. Zwischen einem rebellischen Hüftschwung für ein prüdes amerikanisches Frauendasein und dem Punkt lagen die 1968er Bewegung mit politischen Unruhen und dem Durchbruch der Hippiebewegung die Mitte der 1980er Jahre dann auch das Unternehmertum prägen sollte. Steve Jobs der vielleicht bekannteste unter ihnen. In den 1970ern dann die weltweiten Energiekrisen, Arbeitsplatzverluste bis zu dem Zeitpunkt als die Finanzmärkte durch die Kommerzialisierung der Computerwelt noch mehr Geld freisetzten. Insofern ist schon anzunehmen das es hier einen unmittelbaren Zusammenhang gibt und das die Ära Elvis die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft war.
Ein ganz neues Soundkonzept sollte erwachsen. Manchmal klingt es einfach schon anders, wenn man die Erwartungen auf den Kopf stellt. Bei jeder Probe haben wir diskutiert wie wir den Standardblues Rhythmus vermeiden – eine klar und deutliche Anspielung auf den Bruch aus dem
Ursprung des Gospels. Sie waren aufständisch. Wir wollten Musik machen, die unserem weiblichen Körpergefühl entspricht. Ein Rhythmus der nach anderen Takten funktioniert als der männliche. Frauen haben einen ganz anderen biologischen Rhythmus als den der Männer. Wir kopierten keine männlichen Texte und wollten das Rockmusikgenre dekonstruieren, weis Viv Albertine von den Slits zu berichten (Vgl. Punk Girls 2023).
Anfang der 80er Jahre blieb vom Punk nur noch die Saat übrig. Spießertum und Hippie setzen sich durch. Punkt findet ein natürliches Ende, nur noch wenige interessieren sich dafür.
Die kurze Zeit des Punk war intensiv genug um eine Zeit zu prägen die Frauen eine neue Identität verpassen würde, die erst viel später zum Zuge kommen sollte. Zuerst war es jetzt die Zeit des Kapitalismus und der großen Armut (Vgl. Die80er, 2013). Musiker gingen mit Aktenkoffer zu CBS, einem der drei großen TV und Radiostationen in den USA, erinnert sich Journalistin Vivien Goldman (Vgl. Punk Girls, 2023)
Mit Beginn der 1990er Jahre entsteht eine neue Generation weiblicher Punkbands in den USA statt.
Riad Girls und Bikini Kill. So berichtet Kathleen Hanna von Bikini Kill über ihre Vorbilder aus den 1970er Jahren. Die Auseinandersetzung mit dem weiblichen Feminismus und dem männlich dominierten patriarchalen System mündet allmählich deutlicher in einen Machtkampf. Frauen arbeiten sich erneut durch den feministischen Gedanken und setzen sich gegen herablassende Kommentare aus der männlichen Welt durch. Nur darum scheint es im Punk wirklich zu gehen. Dem inneren Ausdruck zu verleihen und sein Wesen durchzusetzen. So beschreibt es Kathleen Hanna als sie über die britische Punkrevolution nachdenkt und resümiert. Gina Birch von The Raincoats, die zur 70er Szene den britischen Punk gehörte sieht die Entwicklung heute mit anderen Augen. Sie sieht die Frucht ihrer Werke und das eine neue Generation am Heranwachsen ist die an diese Zeit und das Thema anknüpfen um es zu Ende zu bringen. Die US-Band Big Joannie gehört jetzt schon der dritten Generation der Punk an und deutet damit an das sich hier noch viel mehr auftun wird. So berichtet Gina Birch, das sie durchaus die verschiedenen Phasen des Feminismus gut zu erkennen meint. Und tatsächlich. Bei der US-Band Big Joannie geht es um Selbstbestimmung und Black Community. Schließt sich hier wieder der Kreis zum Ursprung aus dem das ganze entstanden ist? Die schwarzen Frauen die ungerecht oder gar nicht bezahlt wurden, obwohl sie der Welt unglaubliche Stimmen und harmonische Schwingungen gaben?
Auch Gina Burtch von The Raincoats steigt mit 68 Jahren noch einmal in den Ring und hat ihr erstes Soloalbum im Jahr 2023 veröffentlicht. Sie kommt, um den Punk der jüngsten Generation zu stärken und sehen sich selbst in ihrer Revolutionsgeschichte gestärkt. Auch Viv Albertine von den Slots und Anette Benjamin von Hans-A-Plast arbeiten an neuen Alben.
Das digitale Zeitalter
Vielleicht dauert es noch ein paar Jahre bis man erkennen können wird, tatsächlich schließt sich hier eine Motiv-Ziel-Kreislauf. Wann immer ich es an verschiedenen stellen beobachten kann, es hat sich bisher immer bestätigt, Unterdrückung und Ausbeutung haben sich Jahrzehnte, Jahrhunderte nicht ausgezahlt. Aber, wohl gehört dies alles zu den menschlichen Lernprozessen. Dazu gehören aber auch Ursache- und Wirkzusammenhänge so zu erreichen, das Menschen den direkten Zusammenhang auch erkennen können. Nämlich dann, wenn man die Zeiten zusammen führt.
Entstanden ist die moderne Musik aus dem Klage und Gnadeliedern afroamerikanischer Bürger und an die Zeit der Kolonialisierung hat ich die Musikindustrie mit Ausbeutung angeschlossen. Zahlreiche Interviewpartner, Zeitzeugen und Journalisten bezeugen das in der dreiteiligen Dokumentation Paid in Full des Senders CBC Canada. Die Majorlabels haben sich dazu nicht weiter geäußert. Am meisten oder intensivsten wurden dabei die dunkelhäutigen Frauen schlecht oder gar nicht bezahlt, wie berichtet. Nun sind es ausgerechnet dunkelhäutige Frauen die den Punk in jüngster Generation neu aufrütteln, dieses Mal auch an einem Ort seiner ursprünglichen Entstehung, in den USA.
Wenn man jetzt auf die uns vorliegende Revolution durch die Digitalisierung schaut, dann kann man sehr gut sagen, diese Phase der Musikgeschichte wird mit dem Ziel, dem aufkommenden Punk in der Black Community eine Form des Endes gefunden haben. Es ist dann eine Form des Werdens und Vergehens der bis dato bekannten Musikindustrie. Diese wird jetzt neue Formen finden und entdecken.
Und diese neue Form spricht in der Tat schon eine eigene Sprache. Im Zentrum der Digitalisierung stehen jetzt die Unabhängigkeit der Künstlerschaft, eine neue, andere Form des Konsums und die neue Frage nach dem Urheberrechtsschutz. Musik war und ist von jeher eine geschichtliche Auseinandersetzung mit der Zeit. Musik ist Kunst. Sie steht sehr häufig in einem Lebensgefühl der Zeit, das Künstlerinnen und Künstler zu verarbeiten haben. Sie suchen sich nicht raus, ob sie reich sind oder nicht, welchen Lebensweg sie einschlagen, mit wem sie Phasen der Identität durchleben, wie sie mit Erfolg und Misserfolg umgehen. Es fragt auch nach ihrem Ableben nicht was sie umgebracht hat, was die Dokumentationsreihe The Day the Rock Star Died gut behandelt. Wenn man genau hinschaut, dann ist zu erkennen das die Künstlerschaft, die Artisten mit ihrem Leben das bezahlen, was der Menschheit ein Gefühl für den Zeitgeist vermittelt. Sie durchleben diese Phasen, setzen sich intensiv mit dem Hier und Jetzt auseinander. Und selbst wenn die Texte aus anderen Reihen kommen, wenig oder nicht politisch, harmonisch oder kitschig, dann bedient auch das eine Sehnsucht von Menschen und gehört in diese Zeit. Gerade in der späteren Nachkriegszeit waren viele Menschen Harmoniebedürftig, haben nach dem liebenden Ausgleich gesucht, der Schlagerboom, auch in den USA um nicht zu Europa zentriert zu denken, mit seinen Hits konnte diese Sehnsucht bedienen.
Selbstbestimmung – Selbstvermarktung
KünstlerInnen muss die Anerkennung eingestanden werden und das benötigt eine Plattform. Womit wir beim Thema Streaming sind. Vielleicht sind Lösungen nach Plattformen Sinnbild zur Darstellung dessen was Menschen von sich geben und es entstehen auf diese Weise neue Formen von Marktplätzen im Netz, die den menschlichen Bedarf an Anerkennung zu zollen wissen.
Ob Anerkennung nun mit Geld zu bezahlen ist, ich weiß es nicht. Aber, die Musikindustrie, wie zuvor beschrieben, hat es geschafft die Anbahnung einer neuen Künstlergeneration in Richtung Anfang zu verschieben. Wer talentiert ist meldet sich, der Rest braucht Mut und Kühnheit und etwas Selbstvertrauen. Und dann wachsen die Jungen Stars und Sternchen mit ihren Coaches und Förderern in den sprichwörtlichen Himmel.
Das Wort der moderneren Vermarktung nennt sich Independent. Unabhängigkeit. Prince war ein Pionier auf diesem Gebiet. Er war aufständisch gegen die Musikindustrie und äußert sich in der Form, er habe nichts gegen die Musikindustrie, weil sie ist, was sie sei, aber die Verträge würden seine Kunst knebeln (Vgl. Paid in Full, 2024). Auch Taylor Swift hatte die Markenrechte auf unverständliche weise abgeben müssen. Allerdings war sie gewieft und hat alle Songs erneut und modifiziert aufgezeichnet und konnte damit auch das Rechtsproblem umgehen. Wenn Formate verändert werden, dann weichen diese von der ursprünglichen Kunstform ab und unterliegen nicht mehr dem Urheberrecht. Eine Grauzone, doch sie wusste sich zu helfen (Vgl. The True Story of Taylor Swift, 2024). Namhafte Größen haben es geschafft aus dem Schatten der Industrie auszutreten und haben das Blatt gewendet.
Neue Technologien liefern die Möglichkeit im Wohnzimmer und auf kleinster Fläche die ganze Spannbreite, die ganze Wertschöpfungskette von der Aufzeichnung bis hin zur Vermarktung selbst zu liefern. Und meine Auffassung ist ebenfalls, nur einen Beruf zu haben ist unprofessionell, weil wir im täglichen Leben so viele andere Dinge tun, tun müssen. Und wenn wir uns nicht auskennen dann ist es auch leicht uns das Heft aus der Hand zu nehmen. Es gehört zum Leben dazu bestimmte Dinge zu verstehen, verstehen zu wollen.
Mit der Digitalisierung hat sich die Vermarktung und damit der Zugang zu den Menschen stark verändert. Die Wertschöpfungsstufen fallen weitestgehend weg, wenn man so will. Technologie macht es möglich das vieles durch die Künstlerschaft selbst umsetzbar wird. Dass die Digitalisierung so etwas insgesamt mit sich bringt dürfte daran liegen, dass Menschen nicht nur geradlinig einen Berufsstand erlernen, vielmehr bringen vielfältige Qualifikationen einige Dinge für die Menschheit mit die dringend benötigt werden. Musik ist dazu eine geniale Plattform, den sie ist Harmonielehre.
Ein Verständnis für andere Berufsstände zu haben schafft Empathie und macht selbst toleranter. Künstlerinnen und Künstler sind dafür ein guter Nährboden, weil sie durch das Gefühl von Harmonie eine Veranlagung haben. Sich in vielem auszukennen ermöglicht sich auch vor Gefahren zu schützen, die ich speziell für die Entstehung der Musikindustrie zuvor beschrieben habe.
Zuletzt schafft das wegfallen und Selbstübernehmen von anderen Qualifikationen mehr Selbstvertrauen und stellt sich selbst auch vor andere Herausforderungen.
Letzten Endes aber spiegelt die Fähigkeit der zu Erlernenden erweiterten Fähigkeiten lediglich die nächste Evolution im Denken und damit auch der Intelligenz wieder. Wir werden zunehmend mehr was wir sind, eine Zelle mit vielfältiger Versorgung für uns selbst. Und so ist das, was im Inneren passiert auch das was wir später nach außen tragen.
Diese Formen der modernen Produktion und Vermarktung demokratisieren den Musikmarkt (Vgl. The Evolution of Music Industry, 2024).
Mit der Demokratisierung und er Unabhängigkeit der Künstlerschaft von den Majorlabels kann man eine Entwicklung sehen, die sich gegenwärtig überall auftut. Menschen entwickeln sich hin zu mehr Autonomie. Sie werden selbstbestimmter und können sich vor Einflüssen schützen. KünstlerInnen wie man oft liest, wollen ihrer Kunst folgen und mit dem anderen nichts zu tun haben. Das aber führt Menschen zum Ungleichgewicht, die sich später dann über ihre schicksalshafte Wendung unverständlich geben. Zum Leben gehört eben auch Dinge zu tun, die man ungern tut, die einen aber maßgeblich betreffen. Und es ist wie immer auch eine gute Gelegenheit mit Vorbildcharakter. Denn so wie ich mit meinem Leben umgehe, so gebe ich anderen Menschen die Möglichkeit sich zu orientieren. Die Inhalte durch Social Media zeigen die Zeit des Tuns und Schaffens, des Wirken der Stars und Sternchen. Welcher Fan aus den 1950er und 60er Jahren, auch später hat es ausgehalten so lange zu warten bis endlich wieder eine Nachricht erscheint. Die Zeit war zu lange. Heute wird aus dieser Liebesbeziehung eine eng verknüpfte Kommunikation, die absolut erforderlich ist. Wir wollen wissen, was tun Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Wir verbringen sie ihr Privatleben? Wer immer Kunst macht und verbreitet ist durch Social Media ganz nahe an den Fans. Weis was diese wirklich wollen und brauchen und kann sich darauf einlassen (Vgl. The Evolution of Music Industry, 2024).
Sich auf die Fans einzulassen kann und ist ein Nährboden um mit seiner Kunst ins Schwarze zu treffen. Darüber hinaus bieten die Datenanalysen die Möglichkeit effizient und gezielt sein Publikum anzusprechen. Auch in Resonanz zu gehen, in Wechselwirkung, zu interagieren. Ihre Musik kann zielstrebiger und punktgenauer an den Zeitpunkt des Geschehens geführt werden. Situationsbedingt, wenn man so will. Eine Musik zu hören, die den Moment den ich gerade erlebe Harmonischer macht. Auf diese Weise ändert sich auch die Kultur der Menschen der Zugang zu Musik haben.
Die digitale Revolution hat eigentlich begonnen als die menschliche Stimme auf Tonträger produziert wurde, sieht man von der technologischen Form zwischen Analogie und Digitalisierung ab. Trotzdem gilt diese Revolution verständlicherweise erst ab dem modernen Zeitpunkt, gut und gerne etwas mehr als hundert Jahre später als die Möglichkeit zu starten begann die Musik vom Speicherträger zu lösen und ins Netz zu verlagern. Der Ort an dem Menschen sich gegenseitig vernetzen, wie die erste Plattform, als Peer-to-Peer-Netz aufgebaute Napster. Durch eine Peer-to-Peer-vernetzung besteht für Menschen die Chance sich stabil und sicher übers Netz mit anderen Computern zu verbinden. CD war die erste Form der Digitalisierung, es folgte MP3, ein Datenformat kam ins Bewusstsein der Menschen und damit war der Sprung ins Netz so nahe wie nie. Musiktauschbörsen und die vielfältigen Plattformen im Netz, wie Youtube, Internetradio und Podcast holten viele Menschen dort ab wo sie einen Zugang haben wollen.
Wenn die Zeit gekommen ist, Bedürfnisse dieser Art befriedigt sind, dann kommt alte Bedürfnisse wieder neu auf und differenzieren Märkte neu. Und so kam es dazu das auch Vinyl und Kassette wieder produziert werden. Und weil die Produktion heute viel individueller ist, werden kleinere Mengen, teilweise auch erst auf Nachfrage produziert.
Schön ist zu wissen, das mit dem Verlauf in die Zukunft neue Märkte entstehen, und das eine Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen, Möglichkeiten entworfen werden, die für jedes Bedürfnis eine Lösung finden. Weil das Leben, die Abraham Maslow es sagte, im Fluss sein sollte. Nur die wirklich wichtigen Dinge im Leben sollten uns zum Nachdenken bewegen. Und für alles andere braucht und will man auch Beziehung. Anderes, Routine, Dinge zur Entspannung wie die Musik hören, müssen für die Menschen zugänglich sein, die die Kunst von Künstlern in Anspruch nehmen.
Quellen:
The Evolution of Music Industry, 27. Dezember 2024
(https://canadiantechnologymagazine.com/the-evolution-of-the-music-industry/)
Kleine Geschichte der Musikindustrie
(https://www.klangkutter.de/kleine-geschichte-der-musikindustrie/)
Das Ende der Musikindustrie – oder die digitale Revolution, Oliver Lubik, Hochschule der Medien Stuttgart, 2008
(https://curdt.home.hdm-stuttgart.de/PDF/Lubik.pdf)
Geschichte der Musikindustrie
(https://www.ideensindetwaswert.at/sites/default/files/uploads/workshop/19/kapitel/isewkapitel21.pdf)
Paid in Full – The Battle for the Black Music, Documentation, CBC Canada, Episode 1, 2024
Black Artists have fought for fair pay and ownership of their songs since the 1920s. Includes the stories of Louis Armstrong, Nina Simone, Little Richard, TLC and more.
(https://gem.cbc.ca/paid-in-full-the-battle-for-black-music/s01e01)
Paid in Full – The Battle for the Black Music, Documentation, CBC Canada, Episode 2, 2024
Black-owned labels like Motown, Stax and Def Jam shaped the musical landscape and confronted injustice in the music industry. But it wasn`t easy
(https://gem.cbc.ca/paid-in-full-the-battle-for-black-music/s01e02)
Paid in Full – The Battle for the Black Music, Documentation, CBC Canada, Episode 3, 2024
Streaming changed everything, but the economics are still bad for most Black recording artists. What does it take to get fair pay for music in the digital era?
(https://gem.cbc.ca/paid-in-full-the-battle-for-black-music/s01e03)
Blow up, Elvis Presley im Film, Arte Dokumentation
(https://www.youtube.com/watch?v=2o11WizDouM)
Fragestunde Elvis Presley, Arte Dokumentation, ,2023
(https://www.arte.tv/de/videos/113031-000-A/fragestunde-elvis-presley/)
Elvis und Priscilla, Arte Dokumentation 2014
The Day the Rock Star Died, Elvis Presley, 2021, ZDF, 3DD Productions
(https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/the-day-the-rock-star-died-elvis-presley-100.html)
The True Story of Taylor Swift, 2024
Champions Chic
Queen we are the Champions
Bruce Springsten, der amerikanische Freund
Punk Girls. Die weibliche Geschichte des britischen Punks, 2023
Weg mit den Fesseln – wie Frauen den Punkt erfanden
(https://www.stern.de/kultur/-punk-girls—arte-doku-ueber-die-frauen–die-den-punk-erfanden-35052706.html)
The Jackson Singers, 28.12.2024
(https://www.jackson-singers.com/de/gospel_spirituals/)
Ursprünge der Gospelmusik, 28.12.2024
Geschichte des Varietès
(https://www.musical1.de/musical-lexikon/variet/)
1920er Populäre Unterhaltung in der Ersten Republik
(https://hdgoe.at/populaere-unterhaltung)
Der Beginn der Tonaufzeichnung, 28.12. 2024
(https://www.mediathek.at/historische-toene/der-beginn-der-tonaufzeichnung-walzen)
Music Austria Musikdatenbank, Columbia Records, 28.12.2024
(https://db.musicaustria.at/node/41984)
Emil Berliner und das Grammophon, 28.12.2024
(https://grammophon-platten.de/page.php?195)
Emil Berliner, der Vater der Schallplatte und Grammophon, 28.12.2024
(https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Emil-Berliner-Der-Vater-von-Schallplatte-und-Grammophon,emilberliner101.html)
The First Jukebox Entertained Customers at the Palais Royale Saloon of San Francisco Today in 1889, 28.12.2024
(https://nowweknowem.wordpress.com/2013/11/23/the-first-jukebox-nickel-in-the-slot-player-entertained-customers-at-the-palais-royale-saloon-of-san-francisco-today-in-1889-now-we-know-em/)
The Jukebox Evolved from the 1889 Nickel-in-the-slot Machine, 28.12.2024
(https://southfloridareporter.com/the-jukebox-evolved-from-the-1889-nickel-in-the-slot-machine/)
Museum Digital Niedersachsen, Emailschild „His Master`s Voice“, 28.12.2024
(https://nds.museum-digital.de/object/6386)
Mood media, Die Entwicklung des Einzelhandelsgeschäfts 1900 – 1939, Die Kunst der Emotionen
(https://moodmedia.com/de/blog-de/die-entwicklung-des-geschaefts-1900-1939/)
The Lifecycle of Copyright, 28.12.2024
(https://www.copyright.gov/history/copyright-exhibit/lifecycle/)
Copyright Publication 1900, PDF, 28.12.2024
(https://www.copyright.gov/comp3/chap1900/ch1900-publication.pdf)
Copyright Act 1902, Parliament U.K.
(https://api.parliament.uk/historic-hansard/acts/musical-summary-proceedings-copyright-act-1902)
History, Ascap, 28.12.2024
(https://www.history.com/this-day-in-history/ascap-is-founded)
Jpc, EMI, 28.12.2024
(https://www.jpc.de/jpcng/home/theme/-/tname/labelshop_emiclassics_ueber)
Angelshorn, Historischer Wandel in der Aufnahmenindustrie in den 1920er jahren, 28.12.2024
(https://www.angelshorn.com/de/blogs/about-us/historic-shift-in-the-recording-industry-in-the-1920s?srsltid=AfmBOopjIDBhBDEq1GgKyRMp0QBGJ27V90u_XCvvdiDAFiUW9UK-vmd2)
Britannica, Peter Carl Goldmark, American Engineer, 28.12.2024
(https://www.britannica.com/biography/Peter-Carl-Goldmark)
Rockabilly-Rules, Alan Freed – King of the Moondoggers, 28.12.2024
(https://www.rockabilly-rules.com/blog/alan-freed/)
SWR Kultur, 28.8.1963, Die erste Kompaktkassette wird vorgestellt, 28.12.2024
(https://www.swr.de/swrkultur/leben-und-gesellschaft/2881963-die-erste-kompaktkassette-wird-vorgestellt-100.html
Cnet, Your guide to a better Future, Steve Jobs Knew iphone would be Iconic. More than 2 Billion Phones Later, He was Right, 28.12.2024
(https://www.cnet.com/tech/mobile/steve-jobs-knew-iphone-would-be-iconic-more-than-2-billion-phones-later-he-was-right/)
Ein Jahrzehnt verändert die Welt, Die 80er, Teil 1, Bahnbrechende Erfindungen 2013, 28.12.2024
(https://www.dailymotion.com/video/x1w0f5f)